Ein Vergleich: SparkleShare, Dropbox, iCloud & ownCloud
Nun mal wieder ein richtiger Artikel mit ordentlichem Content: SparkleShare, DropBox, iCloud und ownCloud.
Heute behandle ich die vier Alternativen der Cloud-Welt, die aktuell in aller Munde sind. Natürlich gibt es noch deutlich mehr Anbieter und Dienste, jedoch lohnt sich ein fokussierter Blick auf diese vier.
Fange ich also wie folgt an:
iCloud: Natürlich ist der Dienst für alle Apple-User die entspannteste und wahrscheinlich “beste” Alternative, da er von Hause aus, alles anbietet, was man benötigt. Die iCloud bietet bis zu 5GB Speicher, um seine Dateien zu synchronisieren. Außerdem gibt es ein Webinterface, durch welches man auf seine Dateien, Kontakte, Kalender, etc. zugreifen kann. Die Standards CalDav und CardDav gibt es also einfach dazu, das bedeutet, dass der Kalender und die Kontakte auf alle Geräte gepusht werden. Dies ist eine essentielle Funktion, besonders wenn man nicht nur ein Gerät hat, sondern versucht mit Laptop, Smartphone und eventuell Tablett auf einem Stand zu bleiben.
Nachteil? Zum einen das Limit von 5 GB, zum anderen die begrenzte Uploadgeschwindigkeit und zu guter letzt, ihr gebt all eurer Daten (ihr könnt nicht mal genau einstellen, welche einzelne Dateien) in die Hand eines globalen Konzerns. Relativ knapp formuliert, jedoch umschreibt es eigentlich alle Punkte, die die iCloud nicht Alltagsfähig machen.
Dropbox: Von Hause aus 2 GB, natürlich durch ein Entgelt aufrüstbar, ist die Dropbox ein reiner Datendienst, der eurer Daten auf seinen Server pusht und dort mit einem Ordner auf eurem Computer synct. Es können Ordner mit anderen geteilt werden, also hervorragend um Projekte mit anderen zu bearbeiten. Für mehr Informationen schaut einfach auf dropbox.com vorbei.
Nachteil? Die 2 GB sind beschränkt, ihr könnt durch Freundeseinladungen noch mehr Speicher bekommen, jedoch ist es trotzdem ein bisschen wenig. Dazu kommt, dass die Sync-Dienste á la CalDav (Kalender) und CardDav (Kontakte) wegfallen und der dritte Aspekt, auch hier liegen die Dateien auf einem Server eines großen Unternehmens, das sich für Hacker dadurch interessant macht, dass durch das Knacken eines “Zentralschlüssels” auf Milliarden Dateien zugreifen können.
Nun wird es wirklich interessant, da die ersten beiden Dienste eigentlich nur eine Einleitung waren, um einen Vergleich zu SparkleShare und ownCloud einleiten zu können.
SparkleShare: SparkleShare kann man mit einem Wort beschreiben. Es ist die genaue Kopie der Dropbox, nur besser? Wie meine ich das? SparkleShare funktioniert nach dem gleichen Prinzip, also die Dateien werden auf einem Server gelagert und mit einem Ordner auf eurem Rechner gesycnt. Wo liegt der Unterscheid? Der Server bzw. der Webspace, auf dem SparkleShare läuft, ist euer eigener!
Vorteile? Ihr seid euer eigener Herr über alle Dateien, ihr gebt nichts Preis und verfügt dazu noch über nahezu unbegrenzte Speichermöglichkeiten, durch euren eigenen Webspace. Eine klare Empfehlung also !
Nachteil? Aktuell ist SparkleShare noch nicht wirklich einsetzbar, ihr braucht einen SSH Zugang zu eurem Webspace und nebenbei muss Git und noch mehr Software einsetzbar sein. Auf die Dauer lohnt es sich aber wahrscheinlich ein Auge auf das Projekt zu haben, da man sich nicht mehr von Unternehmen abhängig macht, sondern durch SparkleShare eine Open-Source-Lösung besitzen könnte.
Und nun zum Schluss noch die ownCloud!
ownCloud: Nicht nur der Name besitzt Ähnlichkeiten mit der iCloud, auch der Funktionsumfang. ownCloud gibt es mittlerweile in der vierten Version und basiert auf PHP. Hier gibt es also eine vergleichsweise einfache Implementierung bzw. Installation im Vergleich zu SparkleShare. Außerdem ist es auf so gut wie jedem Webspace einsetzbar. Die ownCloud umfasst den gleichen Datendienst wie die Dropbox oder SparkleShare, folglich wird ein Ordner mit eurem Computer verknüpft und dieser wird eurer ownCloud synchronisiert. Außerdem besitzt ihr aber auch noch CalDav und Carddav, folglich könnt ihr eure Kontakte und den Kalender auf alle gewünschte Geräte pushen und das sogar mit eurer eigenen Cloud.
Fazit hier: Ihr seid euer eigener Herr, ihr unterliegt keiner Speichergrenze, solang ihr euren Webspace erhöhen könnt, ihr habt alle Dienste, die die aktuellen Clouddienste auch anbieten und das auf eurem eigenen Webspace. Natürlich muss auch hier gesagt werden, dass an der ownCloud ständig gearbeitet wird, da es sich auch hier um einen Open-Source-Software handelt, die freiwillig und nicht aus kommerziellen Zwecken entwickelt wird.

[...] designeer.de berichtete bereits an anderer Stelle von der Existenz der Cloudalternative Owncloud (Sieh Artikel hier). Nachdem ich die Cloud nun mehrere Monate täglich in Benutzung habe, möchte ich meine Eindrücke [...]